Seit dem Jahreswechsel vermehren sich die Anzeichen, dass die Umstellungsware aus der Ernte 2020 schwieriger als in der Vergangenheit zu vermarkten ist.

Ab dem 1.1.2021 gilt die im Jahr 2018 von der Europäischen Union beschlossene neue Öko-Basisverordnung (VO 2018/848) für alle Bio-Betriebe und Bio-Kontrollstellen. Sie löst die aktuelle EU-Öko-Verordnung (VO 834/2007) ab.

Darin sind momentan drei Regelungen enthalten, die die Vermarktung von U-Ware deutlich er-schweren werden:

  • Es darf nur noch U-2 Ware im Futter eingesetzt werden (Ernte des zweiten Umstellungsjahres), und zwar ausschließlich von tierhaltenden Erzeugerbetrieben.
  • Tierhalter dürfen zukünftig statt bislang 30 % zukünftig nur noch 25 % U2 – Ware einsetzen
  • Kraftfutterhersteller dürfen keine U-Komponenten mehr im Biofutter einsetzen

Bereits jetzt wirken sich diese Bestimmungen auf die Einkaufspolitik der Kraftfutterwerke und die Preise der Umstellungsware aus Ernte 2020 aus.

Gleichzeitig wird die neue Regelung dazu führen, dass anerkanntes Futtergetreide incl. Körnermais und Leguminosen ab 2021 wieder knapp und gefragt sein werden.

Politik und Verbände sind bemüht, diese Bestimmungen noch abzuändern, aktuell gibt es allerdings noch keine Signale dahingehend, dass das auch noch rechtzeitig erfolgt.